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Frühjahrsarbeiten
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Weibliche Haselblüte
Landende Honigbiene mit Pollenhöschen
Sobald die Bienen im Frühjahr zu fliegen beginnen, sollten sie durchgesehen werden. Für die Bienen geht es in Deutschland meist mit den Frühblühern los, und das sind vor allem Hasel (Corylus avellana )und Weiden (Salicaceae), ab Anfang Februar. Beide Sträucher sind für die Bienen sehr wichtig, da am Ende des Winters zwar meist noch Zucker/Honig eingelagert ist, die Pollenvoräte aber zur Neige gehen. Gerade die Pollen werden als Eiweißlieferanten jetzt benötigt, damit die Bienen brüten können. Wer am Stock nachschaut und Bienen mit Pollenhöschen einfliegen sieht, kann davon ausgehen, dass das Volk brütet. Dies ist ein wichtiger Indikator. Aber Vorsicht! Nicht alle Völker auf einem Stand entwickeln sich gleich, wie überall in der Natur gibt es auch bei den Bienen Früh- und Spätstarter. Auch ist die Volksentwicklung wetterabhängig und kann sich bis zu einem Monat im Jahr verschieben. Wichtiger Indikator ist die Außentemperatur. Wenn diese im Frühjahr über 12°C steigt, führen die Bienen als erstes einen Reinigungsflug durch bei dem sie ihren Darm entleeren. Wenn Sie dann in den Flugbereich der Bienen kommen, kann es sein, dass Ihre Bluse hinterher von mehreren hundert kleinen gelben bis braunen Kotstreifen übersät ist. Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie noch nicht den Stock öffnen. Öffnen Sie den Stock erst ca. ein- bis zwei Wochen nachdem Sie die ersten Bienen mit Pollenhöschen gesehen haben. In der Regel sitzt ein Volk Mitte bis Ende März auf vier bis sechs Waben und bildet ein Brutnest. Wenn man Ende März also Brut in unterschiedlichen Stadien findet, ist alles in Ordnung. Je nach Witterungsverlauf ist unter Umständen noch keine verdeckelte Brut vorhanden. Die Königin müssen Sie dann nicht suchen. Wenn keine Brut vorhanden ist, ist das Volk unter Umständen weisellos. Versuchen Sie die Königin zu finden. Wenn Sie die Königin nicht finden oder sich nicht sicher sind, machen sie eine Weiselprobe.
Falls ausschließlich Drohnenbrut zu finden ist, ist dies ein Alarmzeichen. Im Normalfall ist dann die alte Königin in der brutfreien Zeit im späten Herbst oder im Winter gestorben. Eine normale Arbeiterin musste das Brutgeschäft an ihrer Stelle übernehmen. Eine solche Arbeiterin nennt man Afterweisel oder Drohnenmütterchen. Drohnenmütterchen deshalb, weil aus den Eiern einer normalen Arbeiterin nur Drohnen entstehen können, da sie unbegattet ist. Normalerweise ist Drohnenbrut lediglich etwas größer und tiefer als Arbeiterinnenbrut. Ein gesundes Volk würde zu dieser Jahreszeit auch noch gar keine Drohnen ziehen, der Afterweisel aber bleibt gar keine andere Chance. Sie bestiftet ganz normale Arbeiterinnenzellen, teilweise sogar mehrfach. Die anderen Arbeiterinnen erkennen dies und versuchen zu retten, was zu retten ist. Sie ziehen die Arbeiterinnenbrut nach vorne aus, um der Drohne den notwendigen Platz zu geben. Das Brutnest wirkt deshalb buckelig. Drohnenbrütigkeit wird deshalb auch Buckelbrut genannt und ist an diesem Brutbild gut zu erkennen. In Ausnahmefällen wird ein Volk auch durch eine Teil- oder Nichtbesahmung der Königin, z.B. nach später, stiller Umweiselung, drohnenbrütig. Dies kann passieren, wenn die alte Königin stirbt, solange noch offene Brut im Volk vorhanden war, aus der das Volk nachziehen konnte. Wenn aber zum Zeitpunkt des Paarungsfluges keine Drohnen mehr im Umkreis vorhanden sind, kommt auch eine solche Königin "leer" zurück. Für das Volk macht es letztlich keinen Unterschied, es ist dem Untergang geweiht, weil in beiden Fällen keine Chance auf die Nachzucht von jungen Arbeiterinnen besteht.
Für den Imker besteht durchaus ein Unterschied. Das Volk einer drohnenbrütigen Königin ist normalerweise genauso ruhig wie ein gesundes Volk, da ja eine Königin vorhanden ist. Gelingt es, die Königin zu finden und einzufangen, kann das Volk mit einem anderen z.B. schwachen Volk vereinigt werden. Bleibt die drohnenbrütige Königin bei der Vereinigung im Volk, besteht die Gefahr, dass sie aus dem Kampf mit ihrer Konkurrentin als Siegerin hervorgeht. Das Volk eines Drohnenmütterchens hingegen ist normalerweise unruhig, genauso wie jedes andere weisellose Volk auch. Es ist nahezu unmöglich, diese eierlegende Arbeiterin von ihren Schwestern zu unterscheiden, da sie sich anatomisch von ihnen kaum unterscheidet. Es bleibt deshalb nichts anderes übrig, als das Volk im Abstand von einigen Metern von den anderen Völkern abzukehren. Suchen Sie sich dazu einen möglichst warmen Tag aus, geben Sie vor dem Abkehren der Bienen viel Rauch, damit diese sich einen Honigvorrat antrinken, dann stehen die Chancen am besten, dass einige der Bienen sich in Ihren anderen Völkern erfolgreich einbetteln können. Das Drohnenmütterchen wird von den anderen Völkern nicht eingelassen und ist so keine Gefahr für deren Königinnen.
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Durchsicht eines Volkes
Die eigentliche Durchsicht nach dem Winter sollte erst durchgeführt werden, wenn die Temperaturen über 15° C sind (Das ist in der Regel ab Mitte Februar). Man kontrolliert:
- Flug (Fliegen die Bienen (Bei schönem Wetter)
- Stärke des Volkes.
- Wie viele Waben sind mit Bienen besetzt?
- Hängen die Bienen unten leicht durch?
- Brut:
- Ist Brut im Volk?
- Welche (Drohnen, sollten am Anfang des Jahres kaum vorhanden sein)
- Stadien (Stifte, Rundmaden, Maden, verdeckelt)
Wenn man früh kontrolliert, kann es natürlich sein, dass noch nicht alle Stadien vorhanden sind.
- Futter
- Wieviel Futter ist vorhanden (Wieviele Futterwaben sind noch da)?
- Die Wintervorräte an Futter sollten normalerweise bis Mitte Mai reichen.
Im Frühjahr kann man leere Futterwaben dann entfernen und gegebenenfalls das Volk erst einmal einengen (Durch Zugabe eines Absperrschiedes. Das hat der Vorteil, das das Volk schneller zu Brüten beginnt und nicht so viel Heizleistung aufbringen muss um die Brut zu wärmen. Dadurch kann sich ein Volk nicht so schnell entwickeln. Unter Umständen, wenn die Temperaturen nochmal absinken, kann das zu verkühlter Brut führen, was die Volksentwicklung dann bremst. Im schlimmsten Fall stirbt das Volk ganz.
Suchen Sie nicht die Königin, dass ist jetzt eh egal. Entweder das Volk kommt jetzt in die Puschen, oder sie müssen es eh auflösen (abkehren, vereinigen).
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Weiselprobe
Immer wieder hat man das Problem, das man die Königin nicht findet. Wenn man dann auch nicht alle Brutstadien in einem Stock vorfindet stellt sich die Frage, ob in dem Stock noch eine Königin vorhanden ist. Um diese Frage beantworten zu können nutzt man den Selbsterhaltungstrieb des Volkes aus:
- Kontrolliere vorher, dass das Volk nicht drohnenbrütig - also ausschließlich Drohnenbrut im Stock vorhanden ist - ist. Wenn ja, bleibt nur das abkehren.
- Man entnimmt einem anderen Volk eine Brutwabe ohne Bienen , auf der die ersten Brutstadien vorhanden sind, und hängt sie in das zu testende Volk ein.
- Mit einen Stift kennzeichnet man die Wabe.
- Nach 10 Tagen schaut man nach, ob auf der Wabe Nachschaffungszellen angesetzt sind.
Wenn Nachschaffungszellen da sind ist klar, dass das Volk keine eigene Königin mehr hat. In diesem Fall kann man entweder das Volk abkehren , vereinigen (Königinenzellen vorher ausbrechen) oder man läßt das Volk die Königin nachziehen. Bei einem schwachen Volk würde ich im Frühjahr immer zum Vereinigen mit einem anderen Volk raten.
Ist das Volk aber bereits drohnenbrütig, so wird dieser Test nicht gelingen. Die Weiselprobe funktioniert also nur, wenn die Königin erst vor kurzer Zeit verloren gegangen ist.
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Ein Volk auf Arbeitsstärke bringen
Völker müssen viele Bienen haben, damit sie zur Haupttrachtzeit möglichst viel Honig eintragen. Deshalb muss der Imker darauf bedacht sein, seine Völker so zu führen, dass diese zur Haupttrachtzeit auch Trachtstärke erreicht haben. Leider hat der Imker dazu nur wenige Möglichkeiten, da die Entwicklung der Völker im wesentlichen von der Witterung abhängig ist. Die einzige Möglichkeit, die er hat, besteht in der Verstärkung eines Teils seiner Völker mit den Flugbienen aus dem Rest seiner Völker. Letztlich schröpft man die Flugbienen eines Teils der eigenen Völker, um rechtzeitig zur Hauptracht einige ausreichend starke Völker parat zu haben. Wie geht man dabei vor?
- Zu schröpfendes und zu verstärkendes Volk stehen nebeneinander.
- Bei Flugbetrieb und bei weiterhin offenem Flugloch wird das zu schröpfende Volk innerhalb des Flugradius verstellt.
- Die Bienen des zu schröpfenden Volkes fliegen nach wie vor aus. Da sie sich aber nicht neu einfliegen, kehren sie an die ursprüngliche Stelle des Volkes zurück. Dort aber befindet sich keine Beute mehr.
- Stattdessen finden sie nur das ehemalige Nachbarvolk. Da sie von einem Sammelflug zurückkommen, haben sie genug Vorrat dabei, um sich dort einzubetteln.
Letztlich wirkt sich diese Maßnahme auf beide Völker negativ aus. Das geschröpfte Volk wird retardiert und frühestens zu einer Spättracht wieder auf Trachtstärke anwachsen. Das verstärkte Volk platzt nach diesem Schritt vor Flugbienen. Es hat zwar nun Trachstärke erreicht, es wird aber mit großer Sicherheit noch innerhalb der Haupttracht in Schwarmstimmung geraten. Derartig verstärkte Völker müssen also genauestens auf Schwarmanzeichen untersucht werden. Die geschröpften Völker hingegen geraten nur sehr selten in Schwarmstimmung. So gesehen kann man sich bei der weiteren Durchsicht auf die verstärkten Völker konzentrieren.
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Schleudern
Der wohl schönste Teil des Imkerns ist es, den Honig zu ernten. Wenn der Honig im Sommer erntereif ist, dann sind weniger Bienen im Bau. Sobald der "Verdacht" besteht, dass die Bienen mit dem Honigsammeln fertig sind, sollten die Waben stichprobenartig kontrolliert werden, ob sie gefüllt und gedeckelt sind. Gedeckelt bedeutet, dass die Bienen einen Wachspfropfen auf die mit Honig gefüllten Waben gebaut haben. Gedeckelte Waben sind deutlich von ungedeckelten zu unterscheiden. Bei der ersten Schleuderung im Frühjahr sollten mindesten 50% der Wabenfläche verdeckelt sein, im Sommer noch mindestens 30%.
Dann wird noch ca. fünf Tage mit dem Ausschleudern des Honigs gewartet, damit er noch in den Waben reifen kann. Der Reifegrad des Honigs ist von entscheidender Bedeutung. Reife bedeutet nichts anderes, als dass der Wassergehalt des Honigs im idealen Bereich liegt. Ist der Wassergehalt beim Schleudern zu hoch (über 20%), dann kann der Honig gären. Ist der Wassergehalt zu niedrig (unter 15%), ist der Honig steinhart. Den Wassergehalt kann man mit einem Refraktometer bestimmen. Wenn man sich an die obige Faustformel hält, kann man auf das Refraktometer verzichten. Eine andere Möglichkeit, den Zeitpunkt zu bestimmen, ist ein Waagevolk, also ein Volk, unter das man eine Waage stellt und täglich das Gewicht aufzeichnet. Am Anfang vergrößert sich das Gewicht immer mehr, bis alle Waben gefüllt sind. Dann bleibt das Gewicht praktisch stehen. An diesem Punkt wartet man noch ca. 3 Tage, dann hat man den idealen Schleudertermin.
Es sollte morgens nicht zu früh mit dem Schleudern angefangen werden (ca. 8:30 Uhr), da die Bienen ja alle unterwegs sein sollen. Geschleudert werden sollte nur an einem sonnigen Tag. Auf keinen Fall, wenn Gewitter im Anzug ist, da die Bienen dann sehr stechlustig sind.
Am Abend zuvor werden die Bienenfluchten zwischen Honigraum und Brutraum gelegt (Bitte richtig herum, sonst gibt es eine unangenehme Überraschung) und der Schleuderraum vorbereitet:
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- Raum säubern.
- Fahrzeuge eventuell auskleiden (wenn man keinen Anhänger benutzt).
- Imkergeräte überprüfen und bereitlegen:
- Rauchgerät
- Feuerzeuge
- Rauchmaterial (genügend)
- Stockmeißel
- Stiefel und Kleidung zurechtlegen
- Handschuhe
- Bluse mit Haube
- Honigräume und Leerwaben herrichten.
- Benötigte Geräte säubern und herrichten:
- Wabenschleuder
- Entdeckelungsgerät
- Entdeckelungsgabel
- Entdeckelungsmesser
- Messer
- Siebe
- Kannen
- Hobocks
Je besser alles vorbereitet ist, desto reibungsloser und ruhiger kann der größte Eingriff in die Völker von statten gehen.
Der Schleuderraum muss sauber und leicht zu reinigen sein. Außerdem sollte er eine ausreichende Größe haben, damit darin vernünftig gearbeitet werden kann. Es hat sich gezeigt, dass es gut ist, wenn in einiger Entfernung vom Bienenhaus geschleudert wird, da dann fast vollständig bienenfrei gearbeitet werden kann. Wichtig ist auch, dass Lampen im Raum so beschaffen sind, das beim Zerbersten keine Glassplitter in den Honig fallen können. Entweder indem Sie
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Arbeitsablauf: Grundsätzlich ist zu beachten:
- So wenig Rauch wie möglich (wenn man Bienenfluchten verwendet, braucht man fast gar keinen Rauch).
- Auf gar keinen Fall Rauch in den Honigraum blasen. Die Rauchpartikel verunreinigen den Honig.
- Waben dürfen nicht mit Boden in Berührung kommen, da Bodenmikroben den Honig zur Gärung bringen können. Nehmen Sie am besten einen Schubkarren, auf den Sie die Magazine laden.
- Arbeiten Sie so sauber wie möglich.
- Am Volk:
- Öffnen Sie den Bienenstock.
- Nehmen Sie die Honigräume ab (Bei Hinterbehandlung: Entnehmen Sie die Waben einzeln).
- Entfernen Sie die Bienenflucht.
- Optional: Schauen Sie kurz das Volk durch (Weiselrichtig? Volksstärke? Königin?)
- Setzen Sie möglichst gleich wieder neue Honigräume mit Waben auf, außer bei der letzten Schleuderung.
- Bringen Sie die vollen Waben zum Schleuderraum.
- Im Schleuderraum
- Entfernen Sie die Verdeckelung.
- Schleudern Sie von beiden Seiten die Waben aus.
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Rühren & Abschäumen
Wenn der Honig ausgeschleudert ist, fängt er an auszukristallisieren. Dabei bilden sich Zuckerkristalle. Damit die Zuckerkristalle möglichst klein sind und somit der Honig später streichfähig bleibt, muss der Honig gerührt werden. Abschäumen muss man den Honig, um Schwebteile (große Pollen und kleine Wachsstückchen) zu entfernen. Für das Rühren gibt es die unterschiedlichsten Geräte. Das reicht von einfachen Holzlöffeln über metallene Stampfer bis zu elektrischen Rührwerken. Für den Anfänger reichen einfache Rührer aus. Zum Abschäumen benötigt man nur einen einfachen Teigschaber (nicht die mit Griff, sondern diese dünnen, halbrunden, relativ starren Schaber aus Plastik). Zusätzlich empfiehlt sich ein Imbus (jetzt der Küchenschaber mit Stiel) und ein Teller. Ersteren zum Saubermachen den Teller auf dem man die honignassen Utensilien ablegt.
Man geht wie folgt vor:
- Nach dem Schleudern lässt man den Honig über Nacht stehen.
- Am anderen Morgen schäumt man den Honig mit einem einfachen Küchenspachtel ab, das heißt, man entfernt die obere "unsaubere" Schicht auf dem Honig.
- Dann rührt man ihn durch:
- Man lässt den Rührer langsam in den Honig hinab, so dass sich keine Luftblasen bilden.
- Man stampft den Rührer einmal vollständig am Rand entlang (hoch- runter), so dass sich die am Rand des Fasses befindlichen Zuckerkristalle im Honig verteilen.
Diesen Vorgang wiederholt man im Abstand von ca. 12 h drei bis fünf Mal. Sobald der Honig zu kandieren beginnt, muss er abgefüllt werden. Wenn nicht, ist das auch nicht so schlimm, vorausgesetzt, der Honig hat keinen zu hohen Wassergehalt. Dann kann es passieren, dass der Honig im Glas anfängt zu gären. Hat man einen solchen Honig geschleudert - um es klar zu sagen, solch ein Honig ist unreif - hat man zwei Möglichkeiten:
- Entweder man erhitzt den Honig und bringt ihn anschließend nur noch als Backhonig in Verkehr,
- oder man impft diesen Honig mit einem trockeneren Honig - vermischt also zwei Chargen.
Abfüllen
Nachdem der Honig ausreichend gerührt wurde, kann er abgefüllt werden. Man benötigt:
- passende Gefäße, meist Honiggläser des DIB (Deutscher Imker Bund)
- einen geeigneten Abfüllbehälter,
- eine Waage,
- einen Spachtel, mit dem beim Nachtropfen der Honig abgewischt werden kann.
- ein Teller, auf dem der Spachtel abgelegt werden kann, sollte ebenfalls vorhanden sein.
Wenn der Honig anschließend verkauft werden soll, muss sichergestellt werden, dass gesetzliche Anforderungen des Lebensmittelrechts, speziell der Honigverordnung, eingehalten werden. Das heißt:
- Es muss sichergestellt werden, dass die in das Glas eingefüllte Honigmenge dem Gewicht auf dem Etikett entspricht.
- Die Gläser müssen etikettiert sein. Auf dem Etikett müssen folgende Angaben gemacht werden:
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Angabe
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Beschreibung
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Hersteller-Adresse
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Die Adresse besteht mindestens aus der postalischen Anschrift, also: Name Straße, Hausnummer Postleitzahl Ort, Land. Andere Teile wie Telefonnummer, Faxnummer, Mailadresse, etc. dürfen auch darauf.
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Nettogewicht
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Das Nettogewicht darf maximal bei 5% ihrer Gläser um 2% (das sind bei 500g-Gläsern 10g) unterschritten sein. Ich empfehle daher, dass Sie sich eine relativ genaue Waage und für jede Gebindegröße ein geeichtes Gewicht besorgen. Dann stellen Sie auf die Waage einmal das Gewicht und ein leeres Glas. Dieses ist dann das Gewicht, das Sie beim Abfüllen nicht unterschreiten dürfen.
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Mindesthaltsbarkeitsdatum
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Das Mindesthaltbarkeitsdatum können Sie frei wählen. Es gibt kein bekanntes Datum, nach dem ein ordentlich behandelter Honig schlecht würde. Allerdings ist der Honig, wie jedes andere Lebensmittel auch, Alterungsprozessen ausgesetzt. Da der Kunde gewisse Erwartungen an das Produkt Honig hat, und der Imker dem Kunden klar machen möchte, dass der Honig nur eine gewisse Zeit einen Genuss darstellt, sollte man das Haltbarkeitsdatum nicht zu weit in die Zukunft legen. Auch ist das der Zeitpunkt, an dem Sie aus der Produkthaftung raus sind. Ich selbst wähle das Datum immer so: 31.12. des Jahres nach dem Schleuderjahr. Also wenn ich am 30. Mai 2007 schleudere, schreibe ich 31. 12. 2008 drauf.
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Chargennummer
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Sie müssen nach dem Lebensmittelgesetz eine Buchführung haben, wann Sie welche Chargen abgefüllt haben. Diese Nummer muss dann auf dem Etikett aufgedruckt sein. Wenn Sie die Etiketten des Deutschen Imkerbundes verwenden, dann hat jedes Etikett seine eigene Nummer. In Ihrer Buchführung tragen Sie dann ein, dass Sie Nummer x bis Nummer y bei dieser Charge abgefüllt haben.
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Sortenbezeichnung
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Die Sortenbezeichnung ist eines der schwierigsten Kapitel beim Honig und der Hauptgrund für schlechtes Abschneiden von Imkerhonigen bei Tests (z. B. Ökotest). Sie müssen sicherstellen, dass die Bezeichnung auf dem Etikett auch dem Inhalt entspricht. Das heißt, wenn Sie Rapshonig draufschreiben, muss der Honig auch zu 50% von Rapsblüten stammen. Es ist also für alle Beteiligten besser, weniger draufzuschreiben (Blütenhonig geht immer) als zuviel. Mindestens muss auf dem Etikett jedoch Honig draufstehen. Blütenhonig ist meist auch unverfänglich, es sei denn, Sie haben Waldhonig, der ja nicht von Blüten stammt.
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Die Waage muss geeicht und ausreichend genau sein, so dass die entsprechenden Vorschriften eingehalten werden können.
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Vermehrung
Vermehrung ist der Schlüssel zum langfristigen Erfolg in der Imkerei, denn ohne Völkererneuerung kann man dauerhauft keine Imkerei betreiben. Vermehren kann man, wenn das Muttervolk auf seiner größten Volksstärke ist, in der Regel von Ende April bis Mitte Mai. Ziel der Vermehrung ist es, dass das Volk Ende August eine vernünftige Einwinterungsstärke hat, also ca. 5000 Bienen. Je früher man damit beginnt, desto mehr Zeit bleibt dem Jungvolk zur Entwicklung. Im Umkehrschluß heißt das aber auch, je später man startet desto größer muss der Ableger sein. Anfang Mai reicht eine Brutwabe. Anfang Juni zwei und Anfang Juli müsste man schon vier Brutwaben für einen Brutableger nehmen, damit man das Jungvolk noch stark genug bekommt.
Brutableger
Die einfachste Methode ein neues Volk zu züchten, ist einen Ableger zu bilden. Dazu entnimmt man einem Volk Brutwaben mitsamt Bienen. Diese werden in einen neuen Bienenkasten verbracht, zusammen mit zwei Honig- oder Futterwaben und Mittelwänden. Dann fährt man den Kasten ca. drei Kilometer weit weg, damit die Bienen nicht einfach wieder in den alten Stock fliegen, und läßt ihn sich ungestört drei bis vier Wochen entwickeln. Danach hat das Ablegervolk hoffentlich eine Königin nachgeschafft. Wichtig ist, dass auf der Brutwabe junge Brut vorhanden ist, die nicht älter als drei Tage sein soll. Dann haben die verbleibenden Bienen die Möglichkeit eine Königin nachzuschaffen. Man benötigt:
- einen leeren Kasten:
- Boden,
- Zarge,
- Deckel möglichst mit Lüftungsgitter
- Absperrgitter (nur beim Saugling)
- Mittelwände um aufzufüllen,
- ein bis zwei Futterwaben,
- ein bis fünf Brutwaben mit Bienen von einem anderen Volk;
- einen Standplatz, der mindestens 3 km von dem Muttervolk entfernt ist,
- Spanngurt, damit man die Zarge verschließen kann.
Die eleganteste und zuverlässigste Möglichkeit solch einen Brutableger zu bilden ist das Sauglingverfahren:
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Beschreibung
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Geht einen Tag vor der Ablegerbildung an das Muttervolk. Man entnimmt die frisch bestifteten Brutwaben, die man für den Ableger benutzen will, und kehrt die Bienen vollständig zurück in den Stock. Die abgefegten Brutwaben werden in die Mitte einer leeren Zarge eingehängt. Dann setzt man am Rand Futterwaben zu und füllt die Zwischenräume mit Mittelwänden auf.
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Diese neue Zarge setzt man auf den Brutraum des Muttervolks und wartet einen Tag. Wichtig ist, dass darunter das Königinnenabsperrgitter ist, so dass sichergestellt ist, dass die Königin nicht in den Saugling wandern kann. Nach diesem Tag haben sich die Bienen wieder auf die Waben gesetzt und man kann sicher sein, dass die Königin des Muttervolkes sich noch im Brutraum befindet.
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Nun entnimmt man die Sauglingszarge dem Muttervolk, setzt Sie auf einen Boden und macht einen Deckel drauf. Jetzt hat man einen Ableger, den man mindestens einen Monat lang 3 km vom Bienenstand entfernt aufstellt. Zum Transport verschließt man das Flugloch und verschließt die Zarge vollständig mit einem Spanngurt.
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Dannach wartet man erstmal ca. 10 Tage. Nach dieser Zeit sollten sich Nachschaffungszellen im neu gebildeten Volk befinden. Nach zwei weiteren Wochen kann das Volk zurück an den ursprünglichen Stand - wenn man das will.
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Fütterung
Es ist ratsam, den Bienen einen Teil des Honigs zu belassen, um ihre Gesundheit im Winter oder in den Zwischentrachtzeiten zu stärken. Da den Bienen der überwiegende Teil des gesammelten Honigs jedoch genommen wird, müssen sie im Spätsommer, wenn die Haupttracht vorbei ist, eingefüttert werden. Dazu wird heute meist Fertigfutter verwendet, das in größeren Mengen billiger und besser auf die Bienen abgestimmt ist, als selbst hergestelltes Zuckerwasser. Als Richtwert werden pro Volk zwischen 15 bis 20 kg Zucker benötigt. Einige Bioverbände wie z. B. Bioland verbieten ihren Produzenten den Einsatz von Fertigfutter oder Industriezucker (ökologisch produzierter Zucker ist allerdings erlaubt). Als Regel gilt, je später im Jahr man einfüttert, umso niedriger sollte der Wassergehalt der Lösung sein.
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Verhältnis [1]
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Zucker [kg]
|
Wasser [l]
|
fertige Lösung [ml]
|
|

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1
|
1
|
1625
|
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1,5
|
1
|
1937
|
|

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2
|
1
|
2250
|
TOP
|
fertige Lösung [l]
|
Zucker [kg]
|
Wasser [l]
|
|
1
|
0,775
|
0,52
|
|
2
|
1,55
|
1,03
|
|
3
|
2,32
|
1,55
|
|
4
|
3,10
|
2,07
|
|
5
|
3,87
|
2,58
|
|
10
|
7,74
|
5,16
|
|
15
|
11,62
|
7,74
|
|
20
|
15,49
|
10,33
|
|
25
|
19,36
|
12,91
|
|
30
|
23,23
|
15,49
|
|
35
|
27,10
|
18,07
|
|
40
|
30,98
|
20,65
|
|
45
|
34,58
|
23,23
|
|
50
|
38,72
|
25,81
|
Daneben gibt es eine ganze Reihe von Fertigfutterlösungen. Nicht alle sind für die Wintereinfütterung geeignet. Für die Winterfütterung sollte man Flüssigfutter verwenden, da Futterteige wesentlich langsamer von den Bienen aufgenommen werden und diese zusätzlich Wasser holen müssen. Das kann bei Schlechter Witterung zu Problemen führen. Die Uni Hohenheim hat in den letzten Jahren Versuche mit unterschiedlichen Futtermitteln gemacht (Futteranalyse)mit dem Ergebnis, dass die Völker auf allen Futterarten gut überwintern, dass aber auch eine ganze Menge offener Fragen bleiben. Die Futtermittel unterscheiden sich stark in ihrer Zusammensetzung. Für Diskussion sorgte in den letzten Jahren Futter auf Malz- oder Weizenbasis, das durch enzymatische Hydrolyse erzeugt wird. Es gibt bis jetzt keine Hinweise, dass diese Futterarten für die Bienen schlechter sind als andere. Es kann zu dieser Zeit also keine Aussage darüber getroffen werden, welches Zuckerfutter das beste ist. In der nachfolgenden Tabelle sind Analysedaten der einzelnen Futter zusammengetragen.
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Futterarten
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Handelsname
|
Trockensubstanz
|
Dextroseäquivalent
|
Saccharose
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Fruktose
|
Dextrose
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Glucose
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Maltose
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Maltotriose
|
Höhere Zucker
|
PH
|
Brix Grad
|
Brechungsindex
|
Energie
|
Dichte
|
|
Zuckerwasser
|
Zucker
|
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100%
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Invertzucker
|
Apiinvert Ambrosia-Sirup
|
|
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|
50%
|
50%
|
|
|
|
|
1,4
|
|
|
|
|
|
Maissirup
|
Apiforte II/Butiforce
|
78 %
|
75 %
|
|
25%
|
32%
|
|
23%
|
9%
|
11%
|
4 .. 5
|
|
1,482
|
1309 kJ
|
1,4
|
|
Weizensirup
|
Apiforte I Fortune Api HF 1575
|
75 %
|
66%
|
|
15%
|
|
22%
|
42%
|
8%
|
15%
|
3,5 - 5
|
75
|
1,478
|
|
|
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Im Winter werden die gesamten Arbeiten erledigt, die nicht zeitgebunden sind. Der Winter beginnt für den Imker nach der Einfütterung und endet mit der erstarken des Volkes im zeitigen Frühling, sobald das Volk in Brut geht.
Wabenaufbereitung
Waben stellen einen großen Wert für den Imker dar. Es ist wichtig, dass man im Sommer immer genug Waben zur Verfügung hat. Im Winter, wenn am Bienenstand nur wenig Arbeit anfällt muss man sich auf das nächste Jahr vorbereiten. Denn während der Saison bleibt keine Zeit um Waben, oder Beuten zu bauen. Also November bis Februar ist die Zeit, in der ein Imker Waben und Beuten baut. Die im Herbst entnommenen Waben und das entnommene Wachs müssen im Winter aufbereitet werden. Die Waben, die nicht im nächsten Jahr weiter verwendet werden sollen werden ausgeschmolzen. Dies erledigen viele Imker bereits im Spätsommer indem Sie einen Sonnenwachsschmelzer einsetzen. Grundsätzlich sollte man keine bebrüteten Waben lagern. Das heißt alle Waben aus dem Brutraum ausschmelzen! Wenn die Waben aus dem Wachsschmelzer kommen sollte man sie nochmal abschaben und kann Sie dann weghängen. Wenn der Draht nicht kaputt oder zu lapprig ist, solltem ihn möglichst drin lassen. Jetzt im Winter werden die Waben wieder vorgeholt. Die altwaben werden gelaugt. Dazu bereitet man eine 1% bis 3% Natronlauge die man in einem großen Bottich heiß macht. Der Bottich muss chemikalienbeständig sein. Entweder ist er emailliert oder aus edelstahl. Bei Deutschem Normalmaßrähmchen ist ein großer Einkochtopf geeignet. Die Rähmchen werden darin gebadet und abgebürstet, so dass zum Schluß kein
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Natronlauge
Natronlauge ist eine gefährliche Chemikalie! Beim Umgang mit Natronlauge ist unbedingte Vorsicht geboten! Folgende Risiko und Sicherheitsheitsätze finden Anwendung:
# R 35 Verursacht schwere Verätzungen. # S 1 Unter Verschluss aufbewahren. # S 2 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. # S 26 Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. # S 27 Beschmutzte, getränkte Kleidung sofort ausziehen. # S 28 Bei Berührung mit der Haut sofort abwaschen mit viel ... (vom Hersteller anzugeben) # S 29 Nicht in die Kanalisation gelangen lassen. # S 30 Niemals Wasser hinzugießen. # S 31 Von explosionsfähigen Stoffen fernhalten # S 33 Maßnahmen gegen elektrostatische Aufladung treffen. # S 34 Schlag und Reibung vermeiden. # S 35 Abfälle und Behälter müssen in gesicherter Weise beseitigt werden. # S 36 Bei der Arbeit geeignete Schutzkleidung tragen. # S 37 Geeignete Schutzhandschuhe tragen. # S 39 Schutzbrille/Gesichtsschutz tragen. # S 40 Fußboden und verunreinigte Gegenstände mit ... reinigen. (Material vom Hersteller anzugeben) # S 41 Explosions- und Brandgase nicht einatmen. # S 42 Beim Räuchern/Versprühen geeignetes Atemschutzgerät anlegen. (Bezeichnung vom Hersteller anzugeben) # S 43 Zum Löschen ... verwenden. (vom Hersteller anzugeben)(wenn Wasser die Gefahr erhöht, anfügen: Kein Wasser verwenden) # S 44 Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen (wenn möglich, dieses Etikett vorzeigen). # S 45 Bei Unfall oder Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen (wenn möglich, dieses Etikett vorzeigen).
TOP Also Ganz wichtig beim Umgang mit Natronlauge:
* Lange Kleidung * Geschlossene Schuhe * Schutzbrille * Handschuhe
Normalerweise werden Sie Natronlauge nicht direkt kaufen, sonder Natriumhydoxid (Auch Ätznatron NaOH). Natriumhydoxid ist praktisch eingedampfte Natronlauge. Wenn man diese wieder mit Wasser verbindet wird wärme frei und es kann spritzen. Mit folgenden Mischungsverhältnissen erreichen Sie unterstehende Konzentrationen:
Auf einen Liter destilliertes Wasser fügt man folgende Mengen Natriumhydroxid dazu und erhält dann Natronlauge:
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Konzentration [%]
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Natriumhydroxid [g/l]
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mol/l
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Verwendung
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1%
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10g
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1,5%
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15g
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2%
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21g
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3%
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32 g
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4%
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45 g
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10%
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120 g
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3,00
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|
12%
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140 g
|
3,50
|
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16%
|
170 g
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4,25
|
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20%
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260 g
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6,50
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25%
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340 g
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8,50
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30%
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440g
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11,00
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40%
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690g
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17,25
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50%
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1040g
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26,00
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Honigverkauf
Honigverkauf, und aufbau eines Kundenstammes ist für einen Imker eine echte Herausforderung. Natürlich können Sie Ihren Honig an Bekannte und Freunde verkaufen, das wird aber nur bis zu einem bestimmten Punkt gehen. Danach müssen Sie sich wirklich Gedanken über den Verkauf machen.
Beutenaufarbeitung
Varroose Winterbehandlung
Sobald die Temperaturen unter 10°C fallen hören die Bienen auf zu Brüten. Das ist der Zeitpunkt an dem die Varroosebehandlungen ansetzten, die nur bei Brutfreiheit wirken. Also vor allem Oxalsäure und Perizin. Grundsetzlich sollte mindestens eine Oxalsäurebehandlung vor Weihnachten durchgeführt werden. Die einzige zugelassene Art ist in Deutschland die Träufelmethode. Das liegt vor allem an zwei Gründen: zum einen ist der Einsatz von Oxalsäuregas nicht ungefährlich. Dies traute Laien wohl nicht zu. Zum anderen muss jemand die Zulassung beantragen. Was meines Wissens bis heute nicht geschah.
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Varroosebehandlung
Die Varoamilbe ist leider flächendeckend zu einen Hauptärgernis für Bienen geworden. Zur Zeit haben Bienen und Imker nur die Möglichkeit die Milbenpopulation möglichst gering zu halten. Dazu muss eine regelmäßige Gemüllkontrolle der Völker erfolgen. Das heißt man schaut sich an, wie viele tote Bienen im Stock (auf den Entsprechenden Brettern oder Windeln ) vorhanden sind und mit wie vielen Milben diese besetzt sind. Das große Problem bei der Varoatosebehandlung ist, dass sich Bienen gern mal verfliegen. Es gibt mitlerweile unzählige Behandlungsmethoden. Ein paar Grundsätze sind dabei sehr wichtig:
- Population der Varoamilben möglichst gering halten
- Nicht wärend der Trachtzeit Wirtschaftsvölker behandeln.
- Wirtschaftsvölker direkt nach dem Abschleudern behandeln, damit die Winterbienen möglichst Varroafrei sind. Bei starkem Befall schädigen sie die Bienenlarven so sehr, dass diese bereits verkrüppelt und stark geschwächt sind.
- Auf jeden Fall nochmal im Spätherbst wenn das Volk brutfrei ist behandeln.
- Ohne Gemülldiagnose kann man nicht wirklich abschätzen, wie stark der Befall ist.
- Immer mehrmals behandeln, bis kein Milbenfall mehr gegeben ist.
- Immer mehrere Methoden einsetzen, damit die Milben keine Resistenzen bilden können, oder resistente Milben halt mit der anderen Methode erwischt werden.
Man sollte kurz nach dem Abschleudern mit der Sommerbehandlung beginnen.
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Gemülldiagnose
Gemülldiagnose - Zählen der ovalen, rot-braun bis dunkelbraunen Milben
Wichtig ist in jedem Fall, durch laufende Kontrolle die Befallstärke abzuschätzen. Dies kann durch Gemülldiagnose geschehen, indem die pro Tag auf den Boden der Bienenbeute abgefallenen toten Milben gezählt werden. Wichtig ist vor allem, nach dem Abklingen der Behandlungswirkung Gemülldiagnosen durchzuführen. Fallen vor der Behandlung im Juli durchschnittlich 10 Milben pro Tag, ist der Befall bereits kritisch und es muss sofort behandelt werden. Eine abschließende Behandlung des brutfreien Bienenvolkes im November/Dezember ist geboten, wenn in diesem Zeitraum der durchschnittliche tägliche natürliche Milbenfall über einer Milbe pro Tag liegt.
Drohnenbrut entfernen
Drohnenbrut wird etwa achtmal häufiger als jene der Arbeiterbiene von den Milben befallen. Damit läßt sich die Drohnenbrut auf natürliche Weise als Varroa-Falle einsetzen. Dazu setzt man als zweite Wabe vom Rand des Brutnests Baurahmen ein. (Ein Baurahmen ist ein Rähmchen , in das keine Mittelwand eingelötet wurde). Die Bienen bauen dann diese Rähmchen einfach mit Drohnenwaben aus. Bis zum Ernteende werden dann immer alle 9 Tage eines der Rähmchen genommen und die gebaute Wabe ausgeschnitten und dann wieder zurück in das Bienenvolk gesetzt. Da Drohnen ja 24 Tage bis zum Schlüpfen brauchen und die Varroamilben etwa 20 Tage wird so die Varroatose eingedämmt. Allein durch das Entfernen der Drohnenbrut kann man aber die Varroa nicht in Schach halten. Hierzu muss man dann noch andere Verfahren einsetzen.
Ameisensäure
Ameisensäure wird meist mittels Schwammtuchmethode benutzt. Das heißt man legt ein Schwammtuch (z. B. von Wileda) auf die obersten Waben auf, oder legt es in den Systemboden ein. Was man nimmt hängt von der Außentemperatur ab, wenn die Temperatur über 20°C ist, ist es besser die Tücher in den Unterboden zu legen, da dann die Bienen praktisch von unten bedampft werden. Wenn es kälter wird, träufelt es eher von oben nach unten. Man rechnet dann pro Wabe im Volk:
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Methode
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Temperatur
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DNN
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Zander
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von oben
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bis 20 °C
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1,8 mm
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2 ml
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von unten
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über 20 °C
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2,7 ml
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3 ml
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Bayvarol
Bayvaroal war das erste zugelassene Varroatosemittel. Mitlerweile sind in ganz Europa Resistenzen bekannt geworden, so dass man dieses Mittel auf jeden Fall nur in Verbindung mit anderen Verwenden sollte.
Milchsäure
Die Milchsäurebehandlung eigent sich nur für die Behandlung in der brutfreien Zeit, da nicht auf die verdeckelte Brut wirkt. Sie ist zudem aufwendig, so dass Sie nur für Kleinimker interessant ist. Die 15%'ige Milchsäure wird auf die Bienen aufgesprüht. Man rechnet dabei ca. 10 - 16 ml / Wabe. Man nimmt einfach jede Wabe mit Bienen aus der Beute und Besprüht sie mit der Milchsäure. Das Milchsäureverfahren sollte erst bei mehr als 7°C Außentemperatur angewendet werden.
Oxalsäure
Oxalsäure (chemisch Ethandisäure: H2C2O4) ist seit Sommer 2006 in Deutschland als Bienenarzenei zugelassen. Oxalsäure ist eine organische Säure, die in vielen Pflanzen vorkommt, z. B. in Rhababer, Spinat und Rotklee.
Perizin
Ist ein ein Mittel der Firma Bayer, das auch für andere Tiere im Einsatz ist (unter dem Namen Cumaphos).
Thymovar
Thymovar besteht aus Schwammtüchern, auf die jeweils 15g Thymol, dem Hauptbestandtheil des Thymianöls. Es sollte laut Herstellerinformationen verwendet werden.
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Die in Deutschland zugelassenen chemischen Methoden
- Perizin
- Oxalsäure(Träufelmethode)
- Ameisensäure 60 % ad us. vet.
- Milchsäure 15 % ad us. vet.
- Thymovar
- Apiguard
- Bayvarol
Perizin
Perizin ist ein recht wirksames Mittel zur Bekämpfung der Varroamilbe. Der eigentliche Wirkstoff ist Coumaphos, ein systemisch wirkendes, bienengefährliches Mittel. Bei Dosierungsfehlern ist deshalb mit einer Vergiftung des Bienenvolkes zu rechnen. Wie eigentlich alle Varroabekämpfungsmittel darf auch dieses Medikament nicht wärend der Tracht eingesetzt werden. Ein wesentlicher Nachteil dieser Behandlungsmethode ist, dass durch dieses Medikament Rückstände im Bienenwachs entstehen. Zu beziehen ist das Mittel über Sammelbestellungen der örtlichen Imkereivereine.
Aufträufeln
Perizin wird ähnlich wie Oxalsäure von oben zwischen die Wabengassen geträufelt. Das Mittel wird von den Bienen aufgenommen und wirkt systemisch. D.h. die Milben vergiften sich über die Aufnahme des Bienenbluts (Lymphe). Perizin darf nur im brutfreien Zustand, d.h. als Herbst- bzw. Winterbehandlung bei einer Außentemperatur ab ca. 5°C eingesetzt werden. Perizin reichert sich im Bienenwachs an und kann vom Wachs wieder in den Honig gelangen. Das Mittel wirkt nicht in der verdeckelten Brut. Diese Nachteile sind bei der Ameisensäurebehandlung nicht zu fürchten.
Rückstände
Perizin (Coumaphos) reichert sich in Wachs und Honig an und ist dort bereits nachweisbar. Der Grenzwert für Honig beträgt 100 ppb (Parts per Billion). Für Wachs sind keine Grenzwerte angegeben. Bei hoher Belastung des Wachses ist jedoch mit einem Übertritt des Wirkstoffes in den Honig zu rechnen.
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Oxalsäure
Nach einer längeren Zeit des Zulassungsverfahrens ist das Träufeln von Oxalsäure nun zugelassen. Dazu muss man in der Apotheke erhältliche Präpärate kaufen. Für die Behandlung muss man anschließend den Zucker, der dem Medikament beiliegt, mit der mitgelieferten Oxalsäurelösung vermischen.
Träufelmethode
Oxalsäure wird nur im brutfreien Zustand, also als Herbstbehandlung eingesetzt. Die nach Vorschrift angefertigte Lösung wird mit Hilfe einer Spritze in die besetzten Wabengassen des behandelten Volkes geträufelt. Die Dosierung beträgt 5-6 ml pro Wabengasse. Man achte darauf, die Bienen und nicht das Wachs der Waben zu treffen. Der Wirkstoff wird unter den Bienen durch Kontakt weitergegeben und ist auch auf diesem Wege ausreichend wirksam. Dennoch sollte man darauf achten, möglichst viele Bienen direkt zu treffen, um die Schäden an der einzelnen Biene so klein wie möglich zu halten. Es wird deshalb teilweise geraten, bei der Behandlung jede Wabengasse zweimal mit halber Dosierung zu beträufeln.
Wirksamkeit
Im absolut brutfreien Volk wird die Wirksamkeit zwischen 90% und 99% angegeben.
Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen
Bei der Anwendung von Oxalsäure sollten einige Dinge beachtete werden:
- Säurefeste Handschuhe und Schutzbrille tragen
- Honig erst im nächsten Frühjahr ernten
- Oxalsäure darf nur ein Mal angewendet werden. Mehrmalige Behandlungen führen zu solchen Bienenschäden, dass die Völker geschwächt werden.
- Achtung Oxalsäure (HOOC-COOH * 2 H2O - Oxalsäuredihydrat) ist gesundheitsschädlich und kann über die Haut resorbiert werden. Auf ein Ansetzen der Lösung sollte man deshalb normalerweise verzichten und auf im Handel verfügbare Präparate zurückgreifen.
- Aus demselben Grund sind auch Sprüh- und Verdampfungsverfahren nur mit größter Vorsicht einzusetzen. Die Gesundheitsgefahren im Umgang mit feinsten Oxalsäurekristallen, wie sie insbesondere bei der Verdampfung entstehen, sind einfach zu groß, als dass man das Risiko eingehen sollte.
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Verdampfungsmethode
Es muss vorrausgeschickt werden, dass diese Methode zur Zeit (November 2007) in Deutschland nicht zugelassen ist. Allerdings ist ihre Wirksamkeit nachgewiesen und sie hat drei Vorteile gegenüber der Träufelmethode:
- Sie kann sehr schneller durchgeführt werden.
- Sie ist auch bei tiefen Temperaturen (bis 2°C Stocktemperatur ist die Wirksamkeit getestet und nicht beeinträchtigt)eingesetzt werden.
- Man reißt im Winter die Wintertraube nicht auseinander.
Dem gegenüber stehen natürlich auch Nachteile:
- Die Kontamination des Stockes ist höher.
- Der Umgang mit Oxalsäuredampf ist gefährlich.
- Es sind höhere Anfangsinvestitionen nötig.
Bevor ich auf die Anwendung eingehe nochmal die Warnung der Umgang mit Oxalsäuredäumpfen ist Gesundheitschädlich und kann zu schweren gesundheitlichen Risiken führen. Verwenden sie Oxalsäuredämpfe nicht in geschlossenen Räumen. Wenn möglich wenden sie die Oxalsäure von aussen an. Tragen sie:
- Geschlossene lange Kleidung
- Handschuhe
- Schutzbrille
- Atemmaske (Schutzklasse: FFP3)
Allgemein gelten für Oxalsäure die folgenden Sicherheitssätze:
R21/22: Gesundheitsschädlich bei Berührung mit der Haut und beim Verschlucken. S24/25: Berührung mit den Augen und der Haut vermeiden
Die Durchführung
Sie benötigen:
** Atemschutzmaske (Schutzklasse: FFP3) ** Geschlossene Kleidung ** Schutzbrille ** Handschuhe ** Oxalsäureverdampfer ** Eventuell Zubehör für den Verdampfer (12V-Batterie (die natürlich geladen sein muss)) oder Lötlampe je nach Typ) ** 1 - 2 g Kristalline Oxalsäure pro Volk ** Eventuell kleines Gefäß mit Wasser, damit Sie den Verdampfer schnell abkühlen können ** Uhr mit Sekundenzeiger ** Schaumstoff mit dem Sie das Flugloch nach einschieben des Verdampfers verschließen
- Ziehen sie die Schutzkleidung an.
- Bereiten sie den alles vor dem Bienenstock vor:
- Bereiten sie den Verdampfer für das erste Volk vor:
- messen Sie die benötigte Menge Oxalsäure ab und
- legen sie neben sich den
- Schieben Sie den Verdampfer in das Volk
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Ameisensäure
Als einziges Varroazid kann die Ameisensäure auch bei Völkern mit Brut eingesetzt werden. Die Ameisensäure wird durch Verdunsten ins Bienenvolk gebracht. Dafür bieten sich mehrere Möglichkeiten an:
- Verdunstung über käufliche Verdunster
- Verdunstung über ein Schwammtuch
Verdunstung über käufliche Verdunster
Bei der Benutzung von den im Handel erhältlichen Verdunstern ist die Benutzung gemäß der Bedienungsanleitung dringend anzuraten. Da sich diese von Produkt zu Produkt mitunter stark unterscheidet, wird sie hier nicht näher thematisiert.
Verdunstung über ein Schwammtuch
Bei dieser Art der Behandlung wird ein trockenes Schwammtuch auf einen Teller oder eine ähnliche säurefeste Unterlage gelegt. Auf dieses Tuch gibt man nun mit einer Spritze (Große Spritze aus der Apotheke (50ml) ) die zur Behandlung notwendige Ameisensäure (Die Dosierung beträgt 2 ml pro Wabe Ameisensäure 60% ad us vet.). Das Schwammtuch wird nun ohne Unterlage, oberhalb des Volkes z.B. direkt auf die Oberträger der Rähmchen der obersten Zarge gelegt. Da der Ameisensäuredampf schwerer ist, als Luft, sinkt er nach unten, wodurch alle Bienen erreicht werden. Wenn das Schwammtuch von Unten eingelegt wird, benötigt man 3 ml pro Wabe. Behandelt man die Völker von oben, so bedeutet das in der Praxis, dass man bei einzargigen Völkern 20ml und bei zweizargigen 40 ml gibt. Das Schwammtuch muss spätestens einen Tag nach der Behandlung aus dem Volk genommen werden, da es anderenfalls von den Bienen angebaut oder sogar zerschrotet wird. Der Imker findet in diesem Fall das Schwammtuch nur noch als Flocken im Gemüll der Bienen. Die Behandlung muss mindestens einmal, meistens aber zwei bis dreimal wiederholt werden.
Wirksamkeit
Gegen die Behandlung mit Ameisensäure sind keine Resistenzen bekannt. Auch die Entstehung von Resistenzen ist durch die Wirkungsweise(verätzung der Milben) unwahrscheinlich. Der Wirkungsgrad ist hoch, bei richtiger Anwendung >90%. Ameisensäure hat als einziges Varroazid auch eine schädigende Wirkung auf Milbenstadien in der Brut.
Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen
Auch bei der Anwendung von Ameisensäure sollten einige Dinge beachtete werden:
- Säurefeste Handschuhe und Schutzbrille tragen
- Honig erst im nächsten Frühjahr ernten
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Milchsäure
Milchsäure wirkt nur, wenn sie mit den Milben in direkten Kontakt gebracht wird. Sie wirkt deshalb insbesondere nicht in die verdeckelte Brut hinein.
Verabreichung
Eingesetzt wird eine ca. 15%ige Lösung. Diese kann hergestellt werden durch Verdünnung 80%iger Milchsäure im Verhältnis 1:5 (ergibt ca. 13%ige Lösung). Jede mit Bienen besetzte Wabe wird beidseitig, möglichst fein verteilt mit dieser Lösung besprüht. (ca. 12 ml Milchsäure pro Wabenseite)
Wirksamkeit
Die Wirksamkeit der Milchsäure ist ungefähr vergleichbar mit der von Ameisensäure. Es ist aber zu berücksichtigen, dass je nach Brutumfang des behandelten Bienenvolkes sich bis zu 80% der Milben in der verdeckelten Brut befinden und damit vor der Milchsäure geschützt sind. Damit ist eine Milchsäurebehandlung nur im brutfreien Zustand, also z.B. bei einem Schwarm, einem Ableger in der Brutpause (ca. 3 Wochen nach Zusetzen der Königin) oder im Winter sinnvoll. Die Temperatur bei der Behandlung sollte aber 5 - 10°C nicht unterschreiten.
Schutz und Vorsichtsmaßnahmen
- Beim Versprühen der Milchsäure sollte man Handschuhe, Mundschutz und Schutzbrille tragen.
- Die Außentemperatur sollte bei der Behandlung 5-10°C nicht unterschreiten
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Sonstige nicht verbotene Methoden
Das Ausschneiden von Drohnenbrut
Bei diesem Verfahren, dass weniger als alleinige Methode geeignet ist, lässt man in so genannten Baurahmen, einem ungedrahteten leeren Rähmchen Drohnenbrut im Naturbau aufziehen, die dann, wenn diese verdeckelt ist, ausgeschnitten und vernichtet wird.
Exkurs - Vermehrung der Varroamilbe in der Bienenbrut
Die Varroamilbe vermehrt sich in der verdeckelten Brut der Bienen. Kurz vor der Verdeckelung der Brut dringt sie in eine Brutzelle ein und beginnt daraufhin im Abstand von ca. je einem Tag Eier zu legen. Aus dem Ersten dieser Eier (unbegattet) entsteht eine männliche Milbe, die außerhalb der Butzelle nicht überlebensfähig ist, aber für die Begattung der weiblichen Milben in der selben Zelle sorgt. Aus den weiteren Eiern (begattet) entwickeln sich weibliche Milben.
48 Stunden nach Eiablage schlüpfen weißliche, dünnhäutige Larven (Protonymphen). Daraus entwickelt sich innerhalb von insgesamt 9 Tagen über ein Zwischenstadium (Deutonymphe) die erwachsene Varroamilbe. Berücksichtigt man, dass die Verdeckelungsdauer der Arbeiterinnenbrut bei ca. 11, die der Drohnenbrut aber bei ca. 13 Tagen liegt, versteht man das höhere Vermehrungspotential der Drohnenbrut für die Varroamilbe. In einer Arbeiterinnenzelle können 1-2, in einer Drohnenzelle aber 3-4 lebensfähige, begattete, weibliche Milben heranwachsen. Mit dem Schlupf der Biene verlassen sie zusammen mit ihrer Mutter die Brutzelle.
Wirkungsweise des Baurahmens zum Drohnenschneiden
Auf normalen Mittelwänden ist durch die Vorprägung der Wabengröße die Anlage von Arbeiterinnenbrut vorgegeben. Drohnenbrut wird von den Bienen deshalb normalerweise irgendwo in einer Ecke, oder im Wildbau zwischen den Rähmchen angelegt. Mit der Gabe des Baurahmens verleitet man die Bienen dazu, diesen Freiraum zu nutzen und in diesem Rähmchen nur Drohnenbrut zu ziehen. Auf diese Weise wird eine Sortierung der Brut erreicht, welche es ermöglicht, die Drohnenbrut gezielt auszuschneiden. Man hat lange Zeit angenommen, dass die Varroamilbe die Drohnenbrut bevorzugt aufsucht. Aber selbst wenn dies nicht der Fall ist, so erklärt sich aus dem Vermehrungszyklus der Varroamilbe die Gefahr, die in auslaufender Drohnenbrut für das Volk besteht.
Die Milben sind auch ohne Kontakt zu Bienen, noch ca. 7 Tage lebensfähig. Deshalb muss die ausgeschnittene Drohnenbrut auf jeden Fall so entsorgt werden, dass Bienen keinen Kontakt zu den Waben aufnehmen können. Würde also frische Drohnenbrut z.B. den Vögeln zum Auspicken gelassen, oder an Wildschweine verfüttert werden, könnten auch die Bienen den frischen Honig des umgebenden Honigkranzes finden und einsammeln und dabei die Milben gleich mit. Drohnenbrut muss deshalb vergraben, oder besser noch ausgeschmolzen werden.
Vorteile diese Methode
Der größte Vorteil dieser Methode ist, dass man sie „nebenbei“ anwenden kann. Mann muss also nicht auf Brutfreiheit achten oder mit den Schleuderungen warten. Das Wachs, das bei der Methode anfällt, ist sehr sauber und frei von Rückständen, wodurch man es für einen eigenen Wachskreislauf sehr gut verwenden kann.
Nachteile der Methode
Aus meiner Sicht ist es ein Nachteil, dass einige Drohnen verloren gehen. Dieses ist aber nur dann ein Nachteil, wenn man an seinem Bienenstand Königinnen von den Drohnen begatten lassen möchte und diese zB sehr gute Eigenschaften haben, die man von den sonstigen Drohnen nicht erwartet. Dennoch handelt es sich bei der Entnahme der Drohnenbrut um eine deutliche Schröpfung, von bis zu 20%, die aber von einem vitalen Volk normalerweise gut verkraftet wird.
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Zwischen Mai bis Juli kann es bei starken Völkern vorkommen das sie schwärmen. Das heißt sie bauen Schwarmzellen und ziehen daraus neue Königinnen heran, sobald diese schlüpfen verlassen sie mit einem Teil der Arbeiterinnen den Stock, dies ist ein Ärgernis für jeden Imker (Es kann vorkommen das Völker nach dem Schwärmen zu schwach sind und mit anderen Völkern vereinigt werden müssen!)
Methoden zur Schwarmvermeidung:
1. Schwarmableger: Dies ist meine Lieblingsmethode, da wenn alles richtig läuft man im nächsten Jahr ein neues Wirtschaftsvolk hat ;).
Man benötigt:
Einen Ablegerkasten oder eine alte Magazinbeute. Stockmeißel/Smoker Je nach große des Ablegerkastens 3-xx Rähmchen mit eingelöteten Mittelwänden.
Ausführung:
Man öffnet den Stock mit dem Schwarmtrieb und sucht die Wabe mit der Königin, diese wird mit 2 weiteren Brut-, 2 Futterwaben und den Mittelwänden in den Ablegerkasten gehangen (Falls vorhanden die Futterzarge mit Zuckerlösung füllen). Der Ablegerkasten wird entweder mind. 500m vom Stock entfernt aufgestellt oder man Verschließt das Flugloch mit einem Absperrgitter (Wichtig! nicht Komplett verschließen! Sonst wird es zu warm im Ableger) So damit ist der Ableger fertig, doch das Volk hat immernoch Schwarmzellen. Man durchsucht jede Wabe nach Schwarmzellen, diese werden herausgebrochen, eine muss aber bleiben, das Rähmchen wird markiert. Dies macht man 3 Wochen lang dann müsste der Schwarmtrieb nachlassen. Wichtig! Kontrolliert ab eine Königin vorhanden ist wenn nicht müsst ihr die Weisel aus dem Ableger zurücksetzen! Wenn die Weisel im Stock brav bestiftet und nichts mehr dazwischen kommt habt ihr im nächsten Jahr 2 Völker.
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